Die Suche nach dem –und-
Zen und Schreiben
Zen und Liebe
Zen und Arbeit
Zen und Handwerk
Zen und Handlung
Hinnerk sagt; „Es gibt kein Zen. Es gibt nur den Moment.“
Im Moment und Schreiben
Im Moment und Liebe
Im Moment und Arbeit
Im Moment und Handwerk
Im Moment und Handlung
Was passiert im –und- passiert was?
Im Gewahrsein der Handlung, öffnen sich neue Welten
-und- alles beginnt zu fließen
-und- Leichtigkeit
-und- Freude
Hai
Der Setzungsriss
Das Rinzaihaus ist angekommen. Hat sich neben dem Altbau niedergelassen und gesetzt. Dabei hats –
knack- gemacht und ein Setzungsriss läuft mitten durch den Fußboden des neuen Gebäudes. Die
Bauphase ist längst abgeschlossen und liegt viele Jahre zurück, wie die silberne Patina der Holzfassade
verrät. Die Zeit der Gewährleistung ist abgelaufen. Was tun mit dem Riss?
Während ich auf Marias heilende Hände warte, flüstert der Fußboden mir zu und bittet um Heilung
durch Kintsugi. Hab ich das richtig vernommen? Bittet er darum, mit der japanischen Technik kunstvoll
wieder zusammengefügt zu werden? Wie eine zerbrochene Teeschale, bei der die Stücke wieder zu
einem neuen Ganzen gefügt werden und die Narben im Anschluss mit echtem Gold bedeckt werden?
Lieber Fußboden, so sage ich, du bist keine Teeschale und diese Art der Reparatur entspricht nicht den
anerkannten Regeln der Deutschen Industrie Norm.
Das ist dir egal, sagst du? Nun gut, warum nicht? Heilung durch Kintsugi? Wo, wenn nicht hier?
Ich schreib´s hier mal in die Kommentare und wir gucken was passiert. Mehr kann ich nicht für dich
tun, lieber, gebrochener Fußboden. Wenn die Reparatur gelingt, wirst du als neues Ganzes erstrahlen.
Deine Narben dürfen sichtbar sein. Es ist sehr wertvoll, wenn wir uns unsere Brüche zeigen und teilen,
um heilende Sichtweisen für die Zukunft zu finden. Jetzt geh ich selbst zur Reparatur und zu den
heilenden Händen Maria´s.
Die Zendo-Fliege
Hautfett, Schweiß und Tränen lecken
Es gibt so viel zu entdecken.
Freut sich die Fliege diebisch
Und sucht ganz akribisch
Auf den Gesichtern der Zen-Versunknen.
Sie kitzelt Nasen, wie von Sinnen,
lässt ihre Achtsamkeit zerspringen.
Mit ihren Füßen Schritt für Schritt
Prüft sie Geduld und Gleichmut mit.
Ihr ständig Summen, lästig Brummen
Macht sie verrückt, die vielen Stummen.
Oh wie schön ist dieses Spiel,
denn Stille ist ihr viel zu viel.
Sie wollen schweigen, meditieren,
Gedanken lösen, sich verlieren.
Und eines schafft das kleine Tier.
Präsent sind alle. Jetzt und hier.
Autor/-in:
Meister Koi und die Kaulquappe
Der Teich lag still im Mondlicht, als sich die kleine Kaulquappe zum ersten Mal aus dem Schutz der Lotusblütenblätter wagte. Neugierig schwamm sie hinaus in die weite Dunkelheit. Der Teich schien grenzenlos zu sein, ein ganzes Universum – ohne Anfang und ohne Ende.
Alles hier war neu für die kleine Kaulquappe: das dumpfe Flüstern des Wassers, die vielen großen und kleinen Steine am Grund, das Leuchten des Vollmondes, das durch die Wasseroberfläche schien und die Ranken der Unterwasserpflanzen zum Schimmern brachte.
Voll Neugier und Entdeckergeist folgte sie ihrem Staunen, bis sie eine große weiße Gestalt erblickte, die schwerelos im Wasser zu schweben schien. Mit klopfendem Herzen versteckte sie sich hinter einem großen Stein und schaute vorsichtig hervor.
„Komm ruhig zu mir, kleine Kaulquappe“, sagte der Riese.
Seine Stimme klang warm, einladend und irgendwie weise – auch wenn die kleine Kaulquappe nicht wirklich wusste, was weise eigentlich bedeutete.
Vorsichtig schwamm sie näher und bestaunte seine im Mondlicht schillernden weißen Schuppen von allen Seiten. Er war wunderschön.
„Wer bist du?“, fragte die kleine Kaulquappe zögerlich. Doch statt einer Antwort stiegen nur ein paar Luftblasen aus dem Maul des Kois empor.
„Wer bist du?“, fragte sie noch einmal. Wieder nur ein paar Luftblasen, die an der Wasseroberfläche platzten und kleine, runde Wellen über das Wasser schickten, die immer größer wurden, bis sie sich im Unendlichen verloren.
Schließlich schwieg auch die Kaulquappe. Sie beobachtete, wie der große Koi ruhig atmete, wie sein Körper still im Wasser lag, als wäre er untrennbar mit allem verbunden. Als gäbe es keine Grenze zwischen ihm, dem Wasser und allen Dingen.
Dann schloss auch sie die Augen und gab sich der Stille hin.
Autor/-in:
Just follow
Die Welt beim Loslassen betrachten
Und selbst im Loslassen sein.
Verbundenheit mit allen Dingen.
Just follow.
Der Dahan ruft zum Zazen.
Die Glocke antwortet.
Nichts bleibt. Alles ist.
In jedem Augenblick neu.
Autor/-in:
Der Setzungsriss
Das Rinzaihaus ist angekommen. Hat sich neben dem Altbau niedergelassen und gesetzt. Dabei hats –
knack- gemacht und ein Setzungsriss läuft mitten durch den Fußboden des neuen Gebäudes. Die
Bauphase ist längst abgeschlossen und liegt viele Jahre zurück, wie die silberne Patina der Holzfassade
verrät. Die Zeit der Gewährleistung ist abgelaufen. Was tun mit dem Riss?
Während ich auf Marias heilende Hände warte, flüstert der Fußboden mir zu und bittet um Heilung
durch Kintsugi. Hab ich das richtig vernommen? Bittet er darum, mit der japanischen Technik kunstvoll
wieder zusammengefügt zu werden? Wie eine zerbrochene Teeschale, bei der die Stücke wieder zu
einem neuen Ganzen gefügt werden und die Narben im Anschluss mit echtem Gold bedeckt werden?
Lieber Fußboden, so sage ich, du bist keine Teeschale und diese Art der Reparatur entspricht nicht den
anerkannten Regeln der Deutschen Industrie Norm.
Das ist dir egal, sagst du? Nun gut, warum nicht? Heilung durch Kintsugi? Wo, wenn nicht hier?
Ich schreib´s hier mal in die Kommentare und wir gucken was passiert. Mehr kann ich nicht für dich
tun, lieber, gebrochener Fußboden. Wenn die Reparatur gelingt, wirst du als neues Ganzes erstrahlen.
Deine Narben dürfen sichtbar sein. Es ist sehr wertvoll, wenn wir uns unsere Brüche zeigen und teilen,
um heilende Sichtweisen für die Zukunft zu finden. Jetzt geh ich selbst zur Reparatur und zu den
heilenden Händen Maria´s.
Autorin Katja
Die Suche nach dem –und–
Die Suche nach dem –und–
Zen und Schreiben
Zen und Liebe
Zen und Arbeit
Zen und Handwerk
Zen und Handlung
Hinnerk sagt; „Es gibt kein Zen. Es gibt nur den Moment.“
Im Moment und Schreiben
Im Moment und Liebe
Im Moment und Arbeit
Im Moment und Handwerk
Im Moment und Handlung
Was passiert im –und– passiert was?
Im Gewahrsein der Handlung, öffnen sich neue Welten
–und– alles beginnt zu fließen
–und– Leichtigkeit
–und– Freude
Hai
Autorin Katja
Texte aus dem Seminar Zen & Schreiben
Die Suche nach dem –und-
Zen und Schreiben
Zen und Liebe
Zen und Arbeit
Zen und Handwerk
Zen und Handlung
Hinnerk sagt; „Es gibt kein Zen. Es gibt nur den Moment.“
Im Moment und Schreiben
Im Moment und Liebe
Im Moment und Arbeit
Im Moment und Handwerk
Im Moment und Handlung
Was passiert im –und- passiert was?
Im Gewahrsein der Handlung, öffnen sich neue Welten
-und- alles beginnt zu fließen
-und- Leichtigkeit
-und- Freude
Hai
Der Setzungsriss
Das Rinzaihaus ist angekommen. Hat sich neben dem Altbau niedergelassen und gesetzt. Dabei hats –
knack- gemacht und ein Setzungsriss läuft mitten durch den Fußboden des neuen Gebäudes. Die
Bauphase ist längst abgeschlossen und liegt viele Jahre zurück, wie die silberne Patina der Holzfassade
verrät. Die Zeit der Gewährleistung ist abgelaufen. Was tun mit dem Riss?
Während ich auf Marias heilende Hände warte, flüstert der Fußboden mir zu und bittet um Heilung
durch Kintsugi. Hab ich das richtig vernommen? Bittet er darum, mit der japanischen Technik kunstvoll
wieder zusammengefügt zu werden? Wie eine zerbrochene Teeschale, bei der die Stücke wieder zu
einem neuen Ganzen gefügt werden und die Narben im Anschluss mit echtem Gold bedeckt werden?
Lieber Fußboden, so sage ich, du bist keine Teeschale und diese Art der Reparatur entspricht nicht den
anerkannten Regeln der Deutschen Industrie Norm.
Das ist dir egal, sagst du? Nun gut, warum nicht? Heilung durch Kintsugi? Wo, wenn nicht hier?
Ich schreib´s hier mal in die Kommentare und wir gucken was passiert. Mehr kann ich nicht für dich
tun, lieber, gebrochener Fußboden. Wenn die Reparatur gelingt, wirst du als neues Ganzes erstrahlen.
Deine Narben dürfen sichtbar sein. Es ist sehr wertvoll, wenn wir uns unsere Brüche zeigen und teilen,
um heilende Sichtweisen für die Zukunft zu finden. Jetzt geh ich selbst zur Reparatur und zu den
heilenden Händen Maria´s.
“Das reine Land” – von Nadja Hinrichs
“Das reine Land”
Gedicht von Nadja Hinrichs, Teilnehmerin auf dem Seminar “Meditation und Lebensfreude“.
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