Newsletter Mai 2019

  • Newsletter April 2019

Liebe Freunde, liebe Yin-Zen Interessierte,

“Unser” japanischer Meister Reiko Mukai Roshi war hier!

Vor zweieinhalb Jahren war Ko-San zum letzten Mal hier im Kloster. Groß war unsere Freude ihn hier wieder begrüßen zu dürfen.

Für eine Woche kam er zu uns, um uns zu unterrichten und um uns zu beschenken: seine kraftvolle Freude, seine beständige Klarheit und sein liebevolles Sein haben unsere Herzen erfüllt und sie mit seinem großen Herzen verbunden.

Jeden Morgen mit ihm zu frühstücken war eine Belehrung – nur essen, nur Wasser trinken oder nur Tee trinken. Freude über die Miso – Suppe, Freude über den Honig, Freude über den Käse und genussvoll all diese tollen Speisen zu sich nehmen.

In der Zendo mit ihm gemeinsam mit nur wenigen tiefen Atemzügen in die Tiefe tauchen und in die Stille gehen. Eine herrliche Stille, ein wunderbarer weiter Raum, der sich auftat.

Das Kloster lebt nun noch aktiver in der Verbindung mit Ko-San und wir freuen uns auf seinen Besuch im nächsten Jahr.

Vielen Dank Reiko Mukai Roshi!

Leben – das Gewöhnliche wird zum Besonderen

Zen–Meister Joshu fragte einen neuen Mönch im Kloster:”Habe ich Dich schon einmal gesehen?“

Der neue Mönch antwortete:“ Nein, mein Herr.“ Joshu sagte:“ Dann trink eine Tasse Tee.“

Dann wandte sich Joshu an einen anderen Mönch:„Habe ich Dich hier schon gesehen?“

Der zweite Mönch sagte:“ Ja, Meister, natürlich hast du das!” Joshu sagte:“Dann trink eine Tasse Tee.“

Später fragte der Mönch, der das Kloster verwaltete: „Meister, wie kommt es, dass Du bei jeder Antwort Tee anbietest?“ Da donnerte Joshu: “Verwalter, bist Du noch da?“

Der Verwalter antwortete:“Natürlich, Meister.“ Joshu sagte:“Dann trink eine Tasse Tee.“

Zu Beginn der Yin Zen Seminare trinken wir gemeinsam mit allen TeilnehmerInnen eine Tasse Tee.

Also unabhängig, ob wir jemanden kennen oder nicht kennen, laden wir ein, eine Tasse Tee zu trinken. Und unabhängig davon, wie oft wir schon eine Tasse Tee getrunken haben, so machen wir uns jedes Mal wieder bewusst, dass wir eine Tasse Tee trinken.

Das Bewusstsein für die Tasse Tee ist jedes Mal frisch und neu.

So üben wir unser Bewusstsein auf den jeweiligen Augenblick zu richten. Dann richten wir unser Bewusstsein auf den singenden Vogel und hören ihn jedes Mal  wieder neu.

  • Newsletter April 2019

Und so sagt Dogen Zenji:

“Wenn Du nach Glück suchst, läufst du zunächst Deinem Glück davon.

Erst wenn du diesen Augenblick als Dein Glück erkennst, wirst Du eins mit Dir sein.”

Wir schauen jeden Morgen den Sonnenaufgang an und danken jeden Morgen dem Universum für diese wundervolle und einzigartige Erfahrung.

Und so schauen wir auf uns, auf unser Freunde und  Nachbarn, ganz unbelastet, frisch und mit vollem Bewusstsein.

Die Schale mit Tee füllen und den Tee trinken kann für vieles stehen. Gerade verbinde ich es mit dem Bewusstsein für die  Wachheit im gegenwärtigen Augenblick zu sein.

Unser neues Zen-Seminar „Freude am Meditieren“ ist wunderbar gestartet.

Die Kombination von Zazen, Körper-übungen, Tanzen, Natur-Erlebnisse und Kinhin hat für eine angenehme körperliche, geistige und energetische Harmonie gesorgt. Die Teilnehmer konnten über unterschiedliche Wahrnehmungskanäle Erfahrungen mitnehmen, die sie lebendiger und präsenter fühlen lassen.

Da wir uns mit unseren Gedanken mit anderen vergleichen, uns bewerten und / oder hemmen ist es eine wunderbare Erfahrungen all das nicht zu denken, sondern einfach nur zu handeln.

  • Newsletter April 2019

Nur gehen, nur tanzen, nur Tee trinken oder nur hören. Alle gehen nur, alle tanzen nur, alle trinken Tee und alle hören nur. Sich diese Erlaubnis zu geben und einfach nur zu sein führt zur Freude.

Letztendlich ist ein nicht denkender Geist -ein unbelasteter und freudvoller Geist. So sagte unser japanische Reiku Mukai Roshi:„Sei wie ein Baby. Not thinking.“

Es denkt einfach noch nicht und sein freier und freudvoller Geist geht in Kontakt mit seiner Welt. Und so kann sich der Geist öffnen für alles was da ist, für jeden Moment.

Mitten im Leben, für alle sichtbar und zur Freude aller. Auch wir Erwachsenen haben diesen freudvollen Geist, wenn wir ihn denn frei lassen. Für das kommende Seminar vom 10.05. – 12.05. / 14.05.2019 sind noch Plätze frei! Das nächste Seminar findet im Herbst, vom 06.09. – 08.09. bzw. 10.09.2019 statt.

Morgenwonne

Ich bin so knallvergnügt erwacht.

Ich klatsche meine Hüften
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften.

Ein schmuckes Laken macht einen Knicks
Und gratuliert mir zum Baden.

  • Newsletter April 2019

Zwei schwarze Schuhe in blankem Wichs Betiteln mich „Eurer Gnaden“.

Aus meiner tiefen Seele zieht mit Nasenflügelbeben ein ungeheurer Appetit nach Frühstück und nach Leben.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Nargarjuna, der buddhistische Philosoph des 2. Jahrhunderts

sagt:

„Den unermesslichen Geisteszustand der Liebe zu praktizieren, beseitigt den Ärger in den Herzen der Lebewesen.

Den unermesslichen Geisteszustand des Mitgefühls zu praktizieren, beseitigt allen Kummer und alle Angst in den Herzen der Lebewesen.

Den unermesslichen Geisteszustand der Freude zu praktizieren, beseitigt Traurigkeit und Freudlosigkeit in den Herzen der Lebewesen.

Den unermesslichen Geisteszustand des Gleichmuts zu praktizieren, beseitigt Hass, Abneigung und Anhaftung in den Herzen der Lebewesen“.

(Mahaprajnaparamita Shastra)

Für diese Praxis arbeiten wir mit den Dhyani-Buddhas.

Den Weg des Herzen gehen.
Das Herz heilen und  öffnen,
um vollständig bei sich selbst anzukommen.

So einfach sich das vielleicht anhört,
es erfordert jedoch  Mut.

Als ersten Schritt in die unbedingte Liebe zu uns selbst gehen.

Sich selbst auffangen, sich selbst lieben, so wie man ist, sich selbst frei und doch verbunden fühlen, dazu bedarf es eine Befreiung von all den Lasten, Zuschrei-bungen und Emotionen, die uns fesseln.

  • Newsletter April 2019

Dann geht sich der zweite Schritt von ganz allein.

Wo Liebe ist da kommt auch Liebe hin.

Die unbedingte Liebe zu allen Menschen, Tieren, Pflanzen –  eben  zum Leben selbst.

Die Verbindung von Mutter, Vater und Kind durch Zen-Mediation und Körperübungen in seiner Einzigartigkeit freudvoll wachsen lassen, dabei gleichzeitig Kraft tanken und Kraftreserven speichern.

Du bringst mit der Zen-Meditation Körper, Geist und Energie in Balance. Du gewinnst Wohlempfinden, Klarheit und Authentizität, Du intensivierst über die Klangmeditation die Verbindung zwischen Dir und Deinem Kind.

Du sensibilisierst Dein Bewusstsein über Körper, Gefühle, Gedanken und Worte in Bezug auf Dich selbst und Deinem Kind.

In diesem Sinne möchten wir Euch, als werdende Familie, begleiten.

Dieses Seminar findet nur vom 3. – 5. Juni 2019 statt. Weitere Informationen findest Du hier.

“In seiner Mitte sein bedeutet Heilung, Klarheit sowie Furchtlosigkeit, und daraus entsteht Herz.

Herz bedeutet Vertrauen und einen neuen Weg öffnen.

Aus dieser Mitte wächst die Freude am Leben.”

Zen-Meister Hinnerk Polenski

Wir freuen uns schon darauf, wenn wir Euch bald wieder im Zen-Kloster begrüßen dürfen.

Wenn Ihr Fragen zu den einzelnen Seminaren habt, sprecht uns gerne an.

Herzliche Grüße

Eure Verena Förderer
Yin Zen Leiterin

Infos & Anmeldung