Die Zendo-Fliege
Hautfett, Schweiß und Tränen lecken
Es gibt so viel zu entdecken.
Freut sich die Fliege diebisch
Und sucht ganz akribisch
Auf den Gesichtern der Zen-Versunknen.
Sie kitzelt Nasen, wie von Sinnen,
lässt ihre Achtsamkeit zerspringen.
Mit ihren Füßen Schritt für Schritt
Prüft sie Geduld und Gleichmut mit.
Ihr ständig Summen, lästig Brummen
Macht sie verrückt, die vielen Stummen.
Oh wie schön ist dieses Spiel,
denn Stille ist ihr viel zu viel.
Sie wollen schweigen, meditieren,
Gedanken lösen, sich verlieren.
Und eines schafft das kleine Tier.
Präsent sind alle. Jetzt und hier.
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